Wanderung zum Limmernsee im Linthal

Nachdem ich mal den Limmernsee gesehen habe, wusste ich: Ich will dahin, koste es was es wolle! Die „Karibik“ mitten in den Bergen – genau das, was wir brauchen!

Nachdem wir bereits letzte Woche da waren und enttäuscht feststellen mussten, dass der Bahnbetrieb wegen starken Windes eingestellt wurde, wollten wir am Sonntag nochmal unser Glück versuchen. Und es hat funktioniert! Dabei haben wir erfahren, dass die Bahn am Sonntag das letzte Mal fuhr und den Betrieb erst im Juni 2019 wieder aufnehmen wird. Da die Gegend scheinbar noch nicht so bekannt ist, hat uns das Ticket läppische 15 CHF/Person gekostet und Hundis durften sogar gratis mit. Die Bahn fährt, übrigens, jede Stunde – beginnend um 08:45 oder 09:45 Uhr (ich weiss es leider nicht mehr genau). Die letzte Bahn fährt um 17:00 Uhr runter.

Sicher, man kann die 1000 Meter Höhenweg auf sich nehmen, dann wäre man in ca. 5 Stunden oben, um wieder runterlaufen zu können – wir haben uns aber für den „einfacheren“ Weg entschieden. 😁 Um mit der Bahn zu fahren, sollte man das Navi nach Tierfehd einstellen. Mit dieser fährt man bis Kalktrittli, von wo aus 2 Wege zur Verfügung stehen. Wir haben uns für den Weg durch den 3 km langen Stollen entschieden, der direkt zum Limmernsee und den Staudamm führt. Auf dem Hinweg waren wir die meiste Zeit komplett allein im Stollen unterwegs, was teilweise ganz schön „creepy“ war, besonders, als wir in der entfernten Dunkelheit plötzlich Bewegung ausmachten. Im Endeffekt waren es dann aber „nur“ 2 weitere Wanderer auf ihrem Weg zurück zur Station. Beide Wege bilden eine Art Rundwanderung, die allerdings etwa 5-6 Stunden in Anspruch nimmt, mit teilweise sehr steilem Auf- und Abstieg.

Den See selbst muss ich ja wohl nicht beschreiben, die Bilder zeigen bereits die türkisblaue Schönheit. Der Glarner Speichersee ist eingebettet zwischen den Gipfeln von Kistenstöckli, Selbsanft und Muttenchopf und liegt auf einer Höhe von 1857 Metern über Meer. Eine Wanderung um den See herum ist leider nicht möglich, aber Mutige finden sicher einen Weg zum See herunter (Achtung, Rutschgefahr). Nachdem wir etwas Zeit am See verbracht haben, haben wir uns auf den Weg zur Muttseehütte (SAC) gemacht (in der man übrigens auch übernachten kann). Der Weg war ziemlich steil, weshalb wir öfter Pausen einlegen mussten. Für uns war es aber kein Problem, umso schöner, weil man die Aussicht von oben noch mehr geniessen konnte. Insgesamt fanden wir den Weg als mittelschwer und nichts für schwache Nerven. Ich war froh, Schuhe mit gutem Profil angezogen zu haben, weil man durch das Geröll ziemlich schnell ausrutschte.

Von Vielen wurde ich gefragt, ob es ein Problem für die Hunde gewesen sei. Nein! Aber unsere Hunde kennen es bereits und sind die tollsten Wanderhunde, die man sich wünschen kann (abgesehen von Baileys 5 Minuten, in denen er wie ein wilder durch die Gegend rennt 🤪). Diese hatte er aber bereits im Tunnel gehabt, also konnten wir beruhigt weiterlaufen. An unsicheren Stellen, an denen wir uns selbst am Seil festhalten mussten, haben wir sie natürlich auch an die Leine genommen.

Da mein Göttergatte 😜 keine Lust hatte, die Bahn zu verpassen und nochmal zusätzlich 2,5 Stunden runterzutrampen (ich erinnere: 1000 Höhenmeter!!), mussten wir dann irgendwann kehrt machen (bis zur Muttseehütte hätten wir noch etwa 45 Minuten hochlaufen und von da nochmal 2,5h bis zur Station runterlaufen müssen). Haben uns aber vorgenommen, nächstes Jahr eine 2-tägige Wanderung einzuplanen. Es gibt da nämlich noch weitaus mehr zu entdecken.

Insgesamt sind wir also fast 15km und 105 Stockwerke gelaufen 🤪 und unser kleines 13-jähriges Würstchen war am Ende ziemlich k.o., zum Glück wiegt er nur 6,5kg und kann gut getragen werden – aber auch nur die letzten 2km.

Wer noch mehr sehen möchte, findet einige Eindrücke in meinen Story-Highlights „Limmernsee“ und wenn euch noch etwas interessieren sollte: Immer her mit den Fragen 🙂

Eure NaFaJiBa ❤